Faustball


Faustball war und ist ein wesentlicher Bestandteil unserer sportlichen Aktivitäten, denn er ist für Versehrte besonders geeignet und gilt auch als typische Versehrtensportart.
Die Faustballabteilung bildet den Kern unserer Behinderten-sportgemeinschaft und hat mit der fast unüberschaubaren Anzahl von Turnierteilnahmen und glänzenden Erfolgen dem Verein ein hohes Maß an Ansehen gebracht.
Zu einem jährlichen Höhepunkt im Vereinsleben hat sich das sogenannte „interne Faustballturnier" entwickelt, zu dem jeder kommt, der irgendwie gesundheitlich dazu in der Lage ist. Mitfeiern dürfen stets auch die Frauen, und sie tun es.

Die Faustballer trainieren immer freitags und zwar in den Sommermonaten im Behindertenbad und im Winter in der Turnhalle des Gymnasiums.
 


Kontakt: Bernhard Amann
Telefon 0 75 51 /61721
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Es wunderte niemanden, dass schon im Gründungsjahr 1953 dem Versehrten-Sport-Verband mitgeteilt wurde: „Sportarten, mit welchen der Anfang gemacht werden sollte, sind Tischtennis, Federballspiel und Faustball". Mit der Übersendung des Gründungsprotokolls der Versehrtensportabteilung teilt der Vorsitzende Schmon dem Verband mit: „Können wir unser Bad erweitern, will ich ein kleines Spielfeld für Faustball herrichten."
Offenbar gelang der Start gut, denn schon 1955 wird berichtet, dass die Überlinger Versehrtensportler bereits mit zwei Mannschaften an insgesamt fünf Turnieren teilgenommen haben. Damit wurde eine Tradition begonnen, die bis heute unvermindert anhält. Insbesondere die 1958 ins Leben gerufene sogenannte „Bodenseerunde" fand in all den Jahren nie ohne eine Überlinger Mannschaft statt und hat zu der herzlichen Kameradschaft mit den Mannschaften aus Feldkirch, Dornbirn, Bregenz, Lindau, Ravensburg, Konstanz, Radolfzell und Singen geführt. Kameradschaftliche Begegnungen bei Faustballturnieren wurden zeitweise bis nach Großrohrheim, Villach und Linz gepflegt. Als sportlicher Höhepunkt gilt aber die Teilnahme an der Faustballbundesmeisterschaft in Stade im September 1970.

Eine der Voraussetzungen für solche Erfolge war neben Trainingsfleiß und kameradschaftlichem Geist aber auch das Wohlwollen der Stadtverwaltung. Seit der Einweihung der ersten Großsporthalle beim Gymnasium im Herbst 1966 können unsere Faustballer ununterbrochen am Freitag ihren doppelstündigen Übungsabend in einer städtischen Großsporthalle abhalten.

Zu einer guten Tradition entwickelte sich das 1965 von der VSG Überlingen ins Leben gerufene „Alters-Hallenfaustballturnier für Sportler über 40 Jahren". An diesem Turnier konnten Mannschaften aller Überlinger Vereine, Vereinigungen und Behörden teilnehmen, denn es galt auch als eine Faustballstadtmeisterschaft. Leider ist dieses nette Turnier mangels Beteiligung eingeschlafen.
Nach wie vor großer Beliebtheit erfreut sich jedoch das Senioren-Faustballturnier für Behinderte über 60 Jahren. Die Idee dazu hatte unser damaliger Faustballübungsleiter Max Henkel.

Eingeladen wurden die uns bekannten Mannschaften der Bodenseerunde - und alle, alle kamen und freuten sich. Das war 1983. Seitdem findet dieses Turnier jeden Herbst in Überlingen statt. Die alten Fähigkeiten zeigen sich wieder und es wird mit Engagement und Einsatzfreude um jeden Ball und Sieg gekämpft. Selbst 80-jährige sieht man noch auf dem Spielfeld und ihre Lebensfreude überträgt sich selbst auf die Zuschauer. So gehört denn die Ehrung des ältesten aktiven Teilnehmers und der insgesamt ältesten Mannschaft zu den Besonderheiten dieses Turniers, das wir im Herbst 2008 zum 25. Male austragen durften. Die Bodenseerunde wird immer noch im Frühjahr und Herbst mit folgenden Mannschaften durchgeführt: Dornbirn, Bregenz, Lindau, Ravensburg, Singen und Überlingen. Wobei immer im Wechsel jeder einmal Gastgeber ist.

Seit 1953-2003 namen unsere Faustballer insgesamt an 286 Faustballturnieren teil und gingen 110 mal als Sieger vom Platz. 76 mal konnten sie den 2. Platz belegen.


                                                    Eine tolle und schwer erkämpfte Trophäen-Sammlung.